Verwenden Sie serifenlose Schriften mit offenem Duktus, genügender x-Höhe und ausreichendem Zeilenabstand. Legen Sie minimale Schriftgrößen für unterschiedliche Distanzen fest und testen Sie unter gedimmtem Licht. Sorgen Sie für Farbkontraste, die Richtwerten für Barrierefreiheit entsprechen. Arbeiten Sie mit klaren Hierarchien: Primärbotschaft, Handlungsaufforderung, Detail. Vermeiden Sie Blocksatz bei schmalen Spalten, nutzen Sie Listen für technische Daten. So wird Information erfassbar, bevor Aufmerksamkeit abgleitet.
Setzen Sie auf kurze Sätze, aktive Verben und bekannte Wörter. Erklären Sie Fachbegriffe, wenn sie unvermeidbar sind, und pflegen Sie ein Glossar online. Planen Sie Übersetzungen parallel, nicht nachträglich, damit Längen und Umbrüche passen. Prüfen Sie kulturelle Bezüge sowie Maßeinheiten und vermeiden Sie falsche Freunde. Ein kurzer Lesbarkeits-Check vor Druckschluss spart später kostenintensive Nacharbeiten und sorgt dafür, dass Anleitung und Versprechen überall gleich gut funktionieren.
Prägen Sie wichtige Symbole fühlbar ein, markieren Sie Anfasspunkte mit Struktur und verwenden Sie Braille für kritische Informationen wie Pfand oder Gefahrhinweise. Ergänzen Sie akustische oder visuelle Alternativen per QR-verlinktem Video. Achten Sie auf Greifbarkeit bei kleinmotorischen Einschränkungen und entwerfen Sie Öffnungshilfen, die ohne Kraft funktionieren. In Befragungen fühlten sich Menschen wertgeschätzt, wenn solche Details vorhanden waren – und folgten den Hinweisen deutlich zuverlässiger.





